Fallschirmseide

(2 Kundenrezensionen)

24.00 inkl. MwSt.

Autor*innen: Michael Melville
Erscheinungsdatum: 02.10.2025
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-99138-119-8

Artikelnummer: 9783991381198 Kategorie:
Beschreibung

Franz Weber, ein junger Tiroler Leutnant, desertiert 1944 – erschüttert von den Gräueltaten der Wehrmacht an Zivilisten. In alliierter Kriegsgefangenschaft wird er vom US-Geheimdienst OSS für eine waghalsige Mission in Tirol rekrutiert:

Gemeinsam mit zwei amerikanischen Agenten springt er über die tief verschneiten Alpen ab, um Widerstandskontakte zu knüpfen. Jeder Schritt und jeder soziale Kontakt kann ihr letzter sein…

Rezensionen (2)

2 Rezensionen für Fallschirmseide

  1. Frances Knight

    Es heißt, und wieder einmal zeigt sich, dass dies stimmt, dass das Leben die spannendsten Geschichten schreibt. Mit seinem Roman „Fallschirmseide“ macht Michael Melville nichts anderes, als so eine vom Leben geschriebene Geschichte zu Papier zu bringen. Und dies auf eine höchst spannende Weise. Denn er schildert nicht nur die letzten Monate der Hitlerdiktatur und die verschiedenen Haltungen ihrer Schergen dem nahen Untergang gegenüber, ob es jetzt Fanatiker, Mitläufer, Feiglinge oder Opportunisten sind. Fast wie ein Chronist, denn er nennt alle Akteure mit ihrem Namen. Doch es sind die Männer und Frauen aus der Zivilbevölkerung und drei Soldaten, ein aus Tirol stammender Deserteur, sowie zwei US-Soldaten, die im Mittelpunkt der Handlung stehen. Die drei, mit Fallschirmen über den Ötztaler Alpen abgesprungen, haben die Aufgabe, den Nachschub der Wehrmacht auszuspionieren und darüber die anrückenden US-Truppen zu informieren. Sie unterstützen, weit über ihren Auftrag hinausgehend, die in Tirol aktive
    Widerstandsbewegung, und erreichen tatsächlich, dass Innsbruck kampflos übergeben wird.
    Wie ein Chronist beschreibt Melville die dramatischen Ereignisse der letzten Kriegswochen, mit genauen Datumsangaben und den Namen der handelnden Personen, gleichzeitig gelingt es ihm, sie, vor allem die Frauen, sichtbar zu machen, mit ihren Zweifeln und Ängsten vor Gefangennahme, Folter und Hinrichtung, aber auch ihren Mut, ihre Entschlossenheit und ihre Risikobereitschaft. Ohne sie hätten die Männer ihre Aufgabe nie erfüllen können.
    Melville ist da ein wichtiges Buch gelungen, weniger ein Roman als vielmehr eine Chronik der Ereignisse, genau und sorgfältig recherchiert, gleichzeitig aber spannend und packend geschrieben. Mir als in Innsbruck Geborenem ist es leichtgefallen, die Wege der drei Agenten mit Interesse nachzuvollziehen. Sollten weitere Auflagen angedacht werden, was ich dem Buch von Herzen wünsche, empfehle ich jedoch, dem Roman eine genaue Karte der Region beizufügen, was ihre große Leistung nachvollzieh- und sichtbar machen würde.
    Peter Lindenthal

  2. Michael Bernhard AMERSTORFER (Verifizierter Käufer)

    Zeitgeschichte aus Oberperfuss in Romanform

    Mit einem Hauch von Romantik führt Melville durch eine Zeit der sozialen Härte, Entbehrungen, Angst und offener Zukunft. Die letzten Tage des Nazi-Regiments auf lokalen Ebenen zwischen einem Dorf wie Oberperfuss, der Stadt Innsbruck, aber auch einem Blick auf die Kriegswirtschaft in Kematen… Nicht nur für einen heimischen Leser sind die Erzählungen des Tagesablaufs, wie eine Straßenbahnfahrt in Innsbruck oder den zahlreichen Wanderungen sowie die politische Situation rund um den Widerstand in Tirol überaus spannend.

    ‚Mit einem ruhigen, stellenweise poetischen Ton zeichnet Melville ein eindringliches Bild von Angst, Entbehrung und Hoffnung in den letzten Tagen des Krieges.‘

    Georg Herrmann, 21. 1. 2026, MeinBezirk-Tirol

    ‚Das Buch habe ich sofort gelesen, bzw. gefressen. Die Rasanz, die die Geschichte vorwärtstreibt, macht ja fast schwindelig.‘

    ‚Ansonsten habe ich wirklich atemlos den Roman gelesen, der glücklicherweise Schwülstigkeit, aber auch Sentimentalität keinen Raum bietet.‘

    Margarete Binder, Wien

    ‚Es ist eine Geschichte, die fesselt und in der man immer weiterlesen möchte. Bis zum Schluss bleibt man neugierig. Auch die sorgfältige Genauigkeit der Ortsbeschreibungen verleihen der Geschichte Glaubwürdigkeit und Struktur.‘

    Christine Specht, Bogota

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Rezensionen

Michael Melville: Fallschirmseide

Es heißt, und wieder einmal zeigt sich, dass dies stimmt, dass das Leben die spannendsten Geschichten schreibt. Mit seinem Roman „Fallschirmseide“ macht Michael Melville nichts anderes, als so eine vom Leben geschriebene Geschichte zu Papier zu bringen. Und dies auf eine höchst spannende Weise. Denn er schildert nicht nur die letzten Monate der Hitlerdiktatur und die verschiedenen Haltungen ihrer Schergen dem nahen Untergang gegenüber, ob es jetzt Fanatiker, Mitläufer, Feiglinge oder Opportunisten sind. Fast wie ein Chronist, denn er nennt alle Akteure mit ihrem Namen. Doch es sind die Männer und Frauen aus der Zivilbevölkerung und drei Soldaten, ein aus Tirol stammender Deserteur, sowie zwei US-Soldaten, die im Mittelpunkt der Handlung stehen. Die drei, mit Fallschirmen über den Ötztaler Alpen abgesprungen, haben die Aufgabe, den Nachschub der Wehrmacht auszuspionieren und darüber die anrückenden US-Truppen zu informieren. Sie unterstützen, weit über ihren Auftrag hinausgehend, die in Tirol aktive

Widerstandsbewegung, und erreichen tatsächlich, dass Innsbruck kampflos übergeben wird.

Wie ein Chronist beschreibt Melville die dramatischen Ereignisse der letzten Kriegswochen, mit genauen Datumsangaben und den Namen der handelnden Personen, gleichzeitig gelingt es ihm, sie, vor allem die Frauen, sichtbar zu machen, mit ihren Zweifeln und Ängsten vor Gefangennahme, Folter und Hinrichtung, aber auch ihren Mut, ihre Entschlossenheit und ihre Risikobereitschaft. Ohne sie hätten die Männer ihre Aufgabe nie erfüllen können.

Melville ist da ein wichtiges Buch gelungen, weniger ein Roman als vielmehr eine Chronik der Ereignisse, genau und sorgfältig recherchiert, gleichzeitig aber spannend und packend geschrieben. Mir als in Innsbruck Geborenem ist es leichtgefallen, die Wege der drei Agenten mit Interesse nachzuvollziehen. Sollten weitere Auflagen angedacht werden, was ich dem Buch von Herzen wünsche, empfehle ich jedoch, dem Roman eine genaue Karte der Region beizufügen, was ihre große Leistung nachvollzieh- und sichtbar machen würde.

Peter Lindenthal